Einführung in das Restaurierungsprojekt
Als "prachtvolles, unerschöpfliches Augenerlebnis" und "Musterbeispiel für den sprichwörtlichen barocken Sinnenrausch, wo Schwung und Bewegung, Farbe und Licht, Marmorglanz und aufblitzendes Gold schwelgerisch zusammenklingen und ein Idealbild höchsten fürstlichen Prunks vermitteln" ist der Innenraum der Hofkirche in der Würzburger Residenz treffend bezeichnet worden (Wilfried Hansmann, Balthasar Neumann, Köln 1999).
Doch nähert man sich dieser Pracht im Bereich oberhalb des Hauptgesimses, fallen besonders an den vergoldeten Stuckaturen und Marmorierungen aufplatzende Schichten und aus Rissen quellende Salzausblühungen auf. Häufig hat sich die Substanz derart gelockert, dass Stuckteile bereits abgefallen sind und weiße salzüberwucherte Fehlstellen einen alarmierenden Schadzustand zeigen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Zudem sind seit der letzten Restaurierung etwa 50 Jahre vergangen, in denen (infolge kirchlicher Nutzung und zahlreicher Residenzbesucher) Staubablagerungen und andere Verschmutzungen entstanden.
Die Restaurierung der Hofkirche bildet nach den Maßnahmen im Weißen Saal, im Treppenhaus und im Kaisersaal einen weiteren Beitrag zur erhaltenden Denkmalpflege des Weltkulturerbes Würzburger Residenz. Nicht nur der Innenraum mit seiner wertvollen Ausstattung – man denke nur an die großen Tiepologemälde der Seitenaltäre -, sondern auch die Fenster, Fußböden und zugehörige Anräume sowie der kleine Glockenturm im Querbau des Südhofes und das Dach werden bzw. wurden bereits saniert.
Diese Website widmet sich hauptsächlich den Restaurierungsarbeiten an der Innendekoration der Kirche bzw. an den Gewölbemalereien und Stuckverkleidungen der oberen Wandzonen sowie den künstlerischen Ausstattungsteilen.