Vergolden des Stucks

Glanz- und Mattvergoldungen der rekonstruierten Stuckteile sind weitgehend abgeschlossen

28.10.2011 

- Vorige Meldung

 - Nächste Meldung

 - Übersicht

 - Zurück


Im gestalterischen Zusammenspiel von Formen, Farben, Matt- und Glanzeffekten der Architekturfassung spielt die Vergoldung in der Hofkirche eine besondere Rolle. Sie steigert die Pracht des Raumes ohne prunkhaft zu wirken. Besondere Bauteile, etwa Säulenkapitelle oder Rahmenprofile, Reliefs und Skulpturen kirchlich-geistlichen und heraldischen Inhalts, Attribute personifizierter Allegorien sowie zahlreiche florale Dekorationselemente tragen eine Polimentvergoldung. Aber auch andere Techniken der Vergoldung waren entsprechend den Trägermaterialien eingesetzt worden. Besonders sind die Mordantvergoldung im Bereich der Kuppelgewölbe (auf Putzträger) oder die Ölvergoldung (auf Metallträger) zu nennen.


Die Polimentvergoldung der voll- und reliefplastischen Stuckierungen Antonio Bossis war vor allem im Bereich der oberen Wandzonen vielfach schadhaft oder bereits mitsamt dem Trägermaterial abgefallen. Bereits bei der Restaurierung von 1958-62 mussten zahlreiche Neuvergoldungen vorgenommen werden, wobei mitunter die richtige Farbe des Goldes und der für die Mitte des 18. Jahrhunderts typische „Durchrieb“ nicht berücksichtigt wurden. Bei den jetzt erforderlichen Neuvergoldungen galt es, den ursprünglichen Aufbau und die authentische Oberflächenbehandlung zu imitieren.